Der Hegauer FV will in der Landesliga vom Überraschungsteam zur festen Größe werden

Südkurier, von Jürgen Rössler 

In der letzten Saison hat es für die Hegauer zu Rang fünf gereicht – die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Daran wollen Stefan Pröhl und seine Spieler anknüpfen.

Der Hegauer FV blickt auf die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte zurück. Nach Platz fünf in der Landesliga wollen die Hegauer nun an diese starke Spielzeit anknüpfen – ohne sich vom eigenen Erfolg zu großen Zielen verleiten zu lassen.

„Die Bilanz der vergangenen Saison ist überragend für uns“, blickt Stefan Pröhl, Trainer des Hegauer FV, auf die Runde zurück. Ging es für den HFV in früheren Jahren meist um den Klassenerhalt, gehörten die Hegauer vor allem im ersten Saisondrittel zu den großen Überraschungen der Liga und standen sogar mehrere Spieltage an der Tabellenspitze. „Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Unser Ziel war einfach eine sorgenfreie Saison“, sagt der 43-Jährige. Heraus kam die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte – punktgleich mit dem vor der Saison hoch gehandelten FC Radolfzell und nur zwei Zähler hinter Vizemeister FC Königsfeld.

Pröhl bremst zu hohe Erwartungen

Folgt nun der vermeintlich logische nächste Schritt und der Angriff auf die Spitzengruppe? „So würde ich das nicht sagen“, bremst Pröhl zu hohe Erwartungen. Gleichzeitig hofft er: „Wir wollen die gute Saison bestätigen. Dann werden wir sehen, wozu das reicht.“ Mit Blick auf die Konkurrenz ergänzt er: „Villingen II hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, und bei Südstern Singen weiß man nie, was auf einen zukommt.“ Auch die üblichen Verdächtigen wie der VfR Stockach, der FC Radolfzell, der FC Königsfeld und der FC Pfaffenweiler seien wieder zu beachten. Deshalb formuliert Pröhl das Saisonziel bewusst offen: „Die Spitze der Landesliga ist sehr breit. Wenn wir es schaffen, dort wieder mitzumischen, wäre das eine tolle Sache.“

Konstanz als große Stärke

Zwar gehörte der HFV mit 57 Treffern in 30 Spielen nicht gerade zu den offensivstärksten Mannschaften der Liga und weist hier sogar die schwächste Bilanz aller Teams der oberen Tabellenhälfte auf. Dafür können die Hegauer mit einer anderen Stärke punkten: Konstanz. Bemerkenswert ist, dass es in einer immer hektischer werdenden Sommerpause mit einem selbst in den unteren Ligen kräftig rotierenden Transferkarussell entgegen dem Trend keinen einzigen Abgang im Kader gab. „Das zeigt, wie groß der Zusammenhalt im Team ist“, sagt Pröhl nicht ohne Stolz. Neben dem sportlichen Erfolg hebt er vor allem den Teamgeist hervor – zwei Faktoren, die eng miteinander verbunden sind.

Zwei Rückkehrer

Unterstrichen wird dies durch die beiden Neuzugänge Markus Schafhäutle vom VfR Stockach und Tizian Weh vom 1. FC Rielasingen-Arlen. Beide sind keine echten Neulinge, sondern Rückkehrer. „Sie werden uns qualitativ weiterhelfen“, ist Pröhl überzeugt. Zwar musste Spielführer Tino Kohler zuletzt etwas kürzertreten, insgesamt ist der Kader jedoch noch etwas breiter geworden.

Auch die Vorbereitung verläuft nach Plan. Deshalb geht der HFV-Trainer davon aus, dass seine Mannschaft zum Saisonstart die nötige Fitness mitbringt. Gelingt es, an die Konstanz und den Teamgeist der vergangenen Spielzeit anzuknüpfen, dürfte einer weiteren sorgenfreien Runde wenig im Wege stehen.

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