Ein sportlicher Kraftakt: Hegauer FV will in Welschingen ein Sportzentrum gestalten

Der Sportplatz und das marode Clubheim in Welschingen soll in ein modernes Sportzentrum umgewandelt werden. swb-Bild: mu

Bericht aus dem Wochenblatt vom 05.02.2020 Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha

Engen-Welschingen.  Es ist ein sportlich ambitionierter Kraftakt, mit dem ein lang gehegter Traum verwirklicht werden soll: In Welschingen möchte der Hegauer FV ein Sportzentrum schaffen.

Als »mutig und zukunftsorientiert« bezeichnete CDU-Fraktionssprecher Jürgen Waldschütz die Gestaltung der »neuen Heimat« für den Fußballclub, deren Aushängeschild – das Damenteam – in der Regionalliga spielt, die Herren I  sich wacker in der Landesliga schlagen und zahlreiche Jugendkicker mit Spaß am Sport gefördert werden.

Bereits Ende 2018 legte der Vereinsvorstand einen Entwurf für das Vorhaben vor, dem der Gemeinderat grundsätzlich grünes Licht erteilte. Umdenken mussten die HFV-Verantwortlichen dann nach einem gescheiterten Flächenerwerb, so dass eine alternative Variante geplant wurde. Diese sieht nun vor, den Rasenplatz in Welschingen zu drehen und in schmälerer Form (100 auf 65 Meter) neu anzulegen. Dadurch wird Platz für ein weiteres Spielfeld mit den Mindestmaßen von 90 auf 50 Meter, das in einer winterfesten Rasenmischung angelegt werden soll. Dieser ist nicht nur günstiger in der Herstellung als ein Kunstrasenplatz, sondern auch in den Folgekosten. Zudem erwägt die EU das Verbot des Kunststoffgranulats für Kunstrasen.
Um die Planungen umzusetzen sind erhebliche Abgrabungen, der Abbruch und die Verlegung des maroden Sanitär- und Clubheims sowie der Rückbau der direkten Zufahrt ans jetzige Vereinsheim nötig.

Die neue Variante für das Sportzentrum Welschingen ist allerdings um knapp eine Million Euro teurer als einst geplant und beträgt nun 3,04 Millionen Euro; allein das neue Sanitär- und Clubheimgebäude beläuft sich auf 1,348 Millionen Euro. Um diese Kosten zu stemmen hat der Hegauer FV unter Vorsitz von Holger Stich und weiteren engagierten Mitstreitern wie Michael Rösch und Werner Zepf ein Finanzierungskonzept erstellt, das folgendes vorsieht: Zuschüsse in Höhe von 212.000 Euro für den Sportplatzbau und für das Clubheim rund 175.000 Euro von Seiten des Sportbunds sind zugesagt. 350.000 Euro an Eigenmittel würde der HFV mit einbringen und vom ehemaligen »Mutterverein« VfR Engen wird noch 50.000 Euro an Festgeld zugeschossen. Zudem würde der Hegauer FV als Bauherr die Mehrwertsteuern erstattet bekommen (250.000 Euro) sowie Eigenleistungen in Höhe von 35.000 Euro erbringen. Dies ergibt einen Betrag von 1,07 Millionen Euro. Unterm Strich verblieben dann 1,9 Millionen Euro, von denen weitere 1,1 Millionen Euro über Grundstücksveräußerungen im Engener Hegaustadion eingeplant sind, wenn der dortige, sanierungsbedürftige Kunstrasenplatz wegfalle.

Im Vergleich Neubauprojekt mit dem Status Quo bleibe eine Differenz von 1,5 Millionen Euro, erklärte Hauptsamtsleiter Patrick Stärk. Und stellt man dann die Beträge der Eigenmittel, Zuschüsse und Eigenleistungen des HFV sowie die zu erlösenden Veräußerungsmittel gegenüber, so verringert sich diese Summe am Ende auf rund knapp 35.000 Euro an Mehrkosten. Die Gesamtmittel von 3 Millionen Euro wird die Stadt in Vorfinanzierung über etwa drei Jahre zur Verfügung stellen. Für 2020 sind rund 300.000 Euro im Haushalt eingeplant, denn mit dem Clubheim-Neubau in Welschingen soll noch in diesem Jahr angefangen werden. »Das ist eine Win-Win-Situation, der dem Fußballsport für lange Zeit stabile Verhältnisse garantiert«, fasste UWV-Sprecher Gerhard Steiner zusammen, dessen Fraktion wie auch die CDU und die SPD die neue Variante einstimmig unterstützen.

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